Edelsteine
Selten und begehrt. Edelsteine haben den Menschen schon immer fasziniert und inspiriert.
Edelsteine sind besondere, in der chemischen Struktur sehr unterschiedlichen Mineralien, die durch Glanz, Farbe, Lichtbrechung oder Härte hervorragen.
Zu den sogenannten Edelsteinen zählen Diamant, Rubin, Saphir, Smaragd und andere; ihr Wert ist auch in ihrer Seltenheit begründet.
Achat
Schmuckstein aus der Familie der Quarze; eine gebänderte Form; Mohshärte 6, 5 -7.
Eine Besonderheit des Achats: Er kann künstlich eingefärbt werden, weil das Gestein Farben einlagert.
Astrologisch ideal für Stier und Skorpion.
Amethyst
Einer der beliebtesten Schmucksteine aus der Familie der Quarze; er bildet sechsseitige Prismen und kommt in vielen Farbschattierungen von hell- bis tiefviolett vor. Seine Mohshärte beträgt 7; die Kristallstruktur ist ungewöhnlich, und es gibt zahlreiche Spielarten.
Amethyste werden seit eh und je mit übernatürlichen Kräften in Verbindung gebracht. Im Volksglauben bewahrt ein Amethyst vor Trunkenheit - das griechische Wort »amethein« hat genau diese Bedeutung. Wunderkräfte anderer Art werden dem Amethyst in den unterschiedlichen Kulturen zugeschrieben. Amethyste verliehen Schutz bei Kampf und Jagd, vertrieben Geister und Dämonen und regten den menschlichen Geist zu Spitzenleistungen an.
In der alternativen Heilkunde ist das violette Juwel der Anti-Streß-Edelstein - er vermittelt Ruhe und innere Gelassenheit. Er steht auch für Treue und Standhaftigkeit in Liebe, Freundschaft und Beruf. Als Glücksbringer soll er vor Zauberei und Heimweh schützen.
Astrologisch ist der Amethyst für Fische, Widder und Skorpion geeignet.
Aquamarin
Ein wasserblauer Stein aus der Gruppe der Berylle (Mohshärte 8). Er kommt in Farben von wasserhell bis hellblau-grün vor. Fehlerlose Steine sind weitaus häufiger als beim Smaragd.
Nach alten Erzählungen stammt der Aquamarin aus den Schatzkästchen der Meerjungfrauen und sichert deshalb Seereisenden eine sichere Fahrt und Ankunft.
Der Aquamarin gilt als Stein der Harmonie und des Ausgleichs und paßt astrologisch zu den Zeichen Wassermann, Fische, Zwilling und Waage.
Bernstein
Organischer Schmuckstein der Mohshärte 2-2,5; auch gelbe Ambra genannt. Bernstein ist das verfestigte Harz von Nadelbäumen des Tertiärs. Er wird in den Farben von honiggelb klar bis milchig gelb zu Schmuck verarbeitet, kommt aber auch undurchsichtig vor. Besondere Stücke zeigen Einschlüsse, z.B. von Insekten.
In der alternativen Heilkunde wird Bernstein u.a. zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt.
Astrologisch geeignet für Zwilling, Jungfrau und Löwe.
Beryll
Grünes Quarz(Silikat-)mineral, seine durchsichtigen Formen bilden eine Gruppe von Edelsteinen. Je nach Färbung durch eingelagerte Metallsalze und Mineralien z.B. Smaragd oder Aquamarin.
Granat
Schmuckstein (Mohshärte 7-7,5), der zur Gruppe der Silikatminerale gehört; Farbe meist dunkelrot; Varietäten ergeben sich durch unterschiedliche Metallkomponenten (wie Eisen, Mangan, Chrom, Calcium oder Magnesium).
In historischen Schmuckstücken häufig verwendeter Stein.
Astrologisch eignet er sich für Widder, Skorpion und Löwe.
In der alternativen Heilkunde wird er wegen seiner Farbe dem Blut und dessen Gesundung zugerechnet.
Hämatit
Mineral mit dunkel spiegelnder, meist glatt polierter Oberfläche.
Der Hämatit wird auch als »Blutstein« bezeichnet, weil sich das Kühlwasser beim Schleifen blutrot färbt.
Ägypter, Babylonier und Indianer trugen Talismane aus Hämatit.
Glatte Hämatitkristalle wurden im Altertum als Spiegel verwendet.
Lapislazuli
Ein undurchsichtiger Schmuckstein (Silikat der Mohshärte 5-6), kommt in Farben von hell- bis dunkelblau vor, häufig mit eingelagerten hellen Streifen.
Der Lapislazuli verdankt seinen Namen seiner tiefblauen Farbe (arab.-lat. »blauer Stein«).
Schon in alter Zeit wurde er als Schmuckstein verwendet. So fand man Lapislazuli in ägyptischen Pharaonen-Gräbern. Lapislazuli wurde wegen seiner Farbe als Stein des Himmels verehrt.
Astrologisch für Schütze und Jungfrau geeignet; wird von der Edelsteinheilkunde als Heilstein gegen Krämpfe, Fieber, Entzündungen und Hautausschläge empfohlen. Auch gegen Augenentzündungen und Kopfschmerzen soll Lapislazuli helfen.
Napoleon Bonaparte trug seinerzeit einen Lapislazuli als Talisman.
Malachit
Grünes Mineral (Kupferkarbonat), das auch als Kupfererz abgebaut wird; die dichteren Abarten werden als Schmucksteine verarbeitet.
Malachit ist undurchsichtig und zeigt Färbungen von hell- über dunkelgrün bis schwarz; die Farben sind in Kreisen oder Bändern angeordnet.
Onyx
Schwarz gefärbte, undurchsichtige Varietät des Achat; Onyx wird entweder naturfarben oder künstlich schwarz gefärbt verarbeitet.
Da die natürliche Färbung empfindlich ist, hat man die Steine früher lange Zeit in Honig gelegt und anschließend erhitzt, um die Schwarzfärbung zu erhalten.
Aus Onyx werden Siegelringe gefertigt.
Opal
Ein sprödes, glasartiges Mineral (Mohshärte 5,5-6,5), oft von prächtigem Farbenspiel (opalisierend). Chemisch ist Opal wasserhaltiges, nicht kristallines Siliziumdioxid.
Opale kommen in vielen Arten vor: der edle Opal ist weiß oder wasserhell, der Feuer-Opal rot.
Astrologisch paßt der Opal zu den Sternzeichen Fische, Krebs (helle Opale), Wassermann, Skorpion (dunkle Opale) und Widder (Feueropal).
In der Lithotherapie wird der Stein zur Herzstärkung und Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstraktes verwendet.
Rubin
Seltener, roter Edelstein; Mohshärte 9. Große Naturrubine sind äußerst wertvoll; echter Rubin ist roter Korund; aber auch rot gefärbte Spinelle und Topase (»brasilianischer Rubin«) werden Rubin genannt. Böhmische Rubine und Kap-Rubine sind Granatsorten; Rubine können auch synthetisch hergestellt werden.
In der alternativen Heilkunde gilt das Tragen von Rubinen als allgemein stärkend und für Herz und Blutkreislauf günstig.
Astrologisch gehört der Stein zu den Zeichen Löwe, Widder und Skorpion.
Saphir
Meist blauer Edelstein (Mohshärte 9), die durchsichtige Spielart des Minerals Korund. Eine besonders schöne Variante ist der Sternsaphir.
In der Lithotherapie vielfältig wirksam; je nach Farbe für unterschiedliche Sternzeichen geeignet.
Blau: Stier, Jungfrau, Waage, Fische; dunkelblau: Schütze; hellblau: Wassermann.
Smaragd
Sein Name bedeutet einfach »grüner Stein«, doch trifft diese schlichte Beschreibung seine Schönheit nicht.
Der Smaragd gehört neben Diamant und Rubin zu den kostbarsten Edelsteinen. Seine sechsseitigen Prismen brechen das Licht bereits im ungeschliffenen Naturzustand auf beeindruckende Weise. Mit einer Härte von maximal 7,7 steht er dem Diamanten aber um einiges nach.
Esoterisch symbolisiert der Stein geistiges und körperliches Wachstum oder natürliche Regeneration. Somit steht er für höchste seelische Werte. In der alternativen Heilkunst werden die Schwingungen des Smaragds zur Verjüngung und Regeneration verwendet. Auch gegen Erschöpfungszustände soll der Stein helfen. Zudem wird er als Mittel gegen Augenleiden und sogar als Helfer gegen Infektionskrankheiten
eingesetzt, denn der Stein soll keimtötende Wirkungen besitzen.
Astrologisch wird der Smaragd den Sternzeichen Stier und Krebs zugeordnet. Für die Ägypter war der Smaragd der Stein der Liebenden. Goethe und Bach trugen den Smaragd als Talisman.
Topas
Edelstein der Mohshärte 8; kommt in zahlreichen Farben vor: honiggelb, blaßblau, grünlich, blaßrosa.
Astrologisch ein Stein für Löwe, Zwilling (Goldtöne), Schütze und Wassermann (Blautöne).
Dem Topas wird in der Heilkunde eine ausgleichende und beruhigende Wirkung nachgesagt.
Türkis
Undurchsichtiges, blaßblaues bis grünes Mineral, Mohshärte 5-6.
Türkis besteht aus durch Metallspuren gefärbtem Aluminiumphosphat; besonders himmelblaue Türkise werden als Schmucksteine verarbeitet.
Der Türkis gilt als Schutz- und Heilstein, besonders für die Sternzeichen Wassermann und Fische.
Zirkonia
Synthetischer Edelstein mit hervorragenden optischen Eigenschaften und brillantartigem Glanz.
Weil es in der Natur kein vergleichbares Gegenstück gibt, werden Zirkonia manchmal zu den Edelsteinen gezählt.
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